Ich bin Riike — Ulrike Tabor
Schriftstellerin // Sprecherin // Schauspielerin // Projekt: DDR‑Kurkinder‑Stimmen
Hier findest du meine Schriften und Vertonungen.
Ich öffne meine künstlerischen Räume auch für die Traumata des Lebens,
in deren Stille eine tiefe Weisheit ruht.
Alles, was hier gestaltet ist,
ist Ausdruck meiner Lebensgeschichte.
„Nichts ist vollkommener als die Erde auf der wir wandeln
und der Himmel von dem aus unser Geist erhoben wird.“
— Ulrike Tabor (Riike)
Riikes Blog – Knutsch die Erde
Kategorie: Lyrik | Se*ualisierte Gewalt
Triggerwarnung: Dieser Beitrag erzählt in einem kurzen Gedicht vom Thema der sexualisierten Gewalt und deren Auswirkungen auf die innere Sicherheit und das Wissen, was Kinder nicht haben sollten.
Arbeitstitel: Zerrissenheit
So ist die Welt schlagartig eine ernstere geworden,
entronnen der sorglose Tanz, der einst kindlich in mir lag.
Die vertraute Geborgenheit hat Gewalterfahrung geboren,
im Zuhause meiner Seele, was ich in mir trag.
— Ulrike Tabor (Riike)
Entstanden im Juli 2023
Kategorie: Storytelling
Die Königin Erde ist jene, die mich leitet
Auftritt am 25. November 2022
STUDIO.BOX des Theaters Erfurt, im Rahmen der Storyfelder Plattform „Die (pan)weibliche Weltregierung“
Ich bin eine Frau von vielen in dieser Welt. So habe ich in meinem Leben Missbrauch, Mobbing, Unterdrückung und Gewalt erfahren.
Es ist nachts halb vier im November 2022.
Die feministische Revolution im Iran findet statt. Und ich kann nicht schlafen. Ich schaue mir Bilder und Videos der ermordeten Kinder, Teenager und Erwachsenen der Revolution an, die willkürlich erschossen werden. Frauen, die sich angstfrei dem Tod gegenüberstellen und ihre Grundrechte erkämpfen müssen. Dabei denke ich an die vielen Kinder und Frauen in Deutschland, die augenblicklich Missbrauch und Gewalt erleben und ihre Rechte gebrochen werden. Ich bin mit diesen Menschen über Grenzen hinweg in den Traumata vereint.
Kategorie: Storytelling
Der Straftatbestand Ökozid im Jahr 2050
Auftritt am 13. Juni 2022, Storytelling Arena in ACC Galerie Weimar
Es erklingt das Jahr 2050. Nie hätte ich gedacht, dass ich noch in diesem wunderschönen Leben bin, auf dieser Erde wandeln, die Luft atmen, mein feuriges Herz spüren kann. Ich hätte nie gedacht, dass der Fluss an meinem Haus mit dem großen Meer verbunden bleibt, von dem ich ein Tropfen bin.
Unser fehlendes Bewusstsein für Umweltschutz und deren Verteidigung hatte in den letzten Jahrzehnten das Ungleichgewicht der Erde verstärkt und Dürre, Hunger sowie Fluchtbewegungen verursacht. Die Erde hat sich massiv gewandelt. Naturkatastrophen hatten sich verschärft. Der Ökozid, die massive Schädigung und Zerstörung von Ökosystemen wurde immer gewaltiger und bedeutete für viele Natur deren Vernichtung.
Kategorie: Lyrik | Se*ualisierte Gewalt
Triggerwarnung: Diese Zeilen thematisieren die kollektive sexualisierte Gewalterfahung der Frauen sowie ihre innewohnende weibliche und männliche Urkraft.
Überlebende
Ich bin ein Stern im Universum.
Ich bin ein Tropfen im Wasser.
Ich bin ein Klang der Erde.
Ich bin eine von vielen,
die in den Zyklen der Natur des Mondes und der Sonne sind.
Die Urkraft einatmend,
ausatmend dieselbe Kraft.
In der Ebbe erholend,
in der Flut erhebend.
Die Elemente vereinend,
im Schutz der Mutter Erde gebärend,
den Samen des Vaters Himmels haltend.
Bin ich im Ungleichgewicht gewachsen,
in Urwissen getaucht.
Meine Perlenfrucht geraubt.
Ich bin eine von vielen,
Überlebenden,
getragen durch Kräfte des Unrechts,
zerrissen worden,
gehalten in der Harmonie.
— Ulrike Tabor (Riike)
Entstanden im Juni 2022
Sämtliche Inhalte dieser Website, einschließlich Texte, Bilder, Grafiken, Videos und andere Werke, unterliegen dem Urheberrecht. Jegliche Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Wiedergabe dieser Inhalte ist ohne ausdrückliche Genehmigung des Urhebers nicht gestattet.